Der Strompreis für Wärmepumpen liegt 2025 auf einem so niedrigen Niveau wie zuletzt vor vier Jahren, also vor Beginn der Energiekrise. Alles Aktuelle und Wissenswerte zu Wärmepumpenstrom haben wir hier für Sie zusammengefasst und vergleichen außerdem die derzeitigen Heizkosten einer Wärmepumpe mit denen einer Gasheizung.

So hoch ist der Strompreis für Wärmepumpen 2025

Nutzen Sie üblichen Haushaltsstrom für Ihre Wärmepumpe, beträgt der durchschnittliche Strompreis aktuell 29 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Februar 2025).

Seit der Einführung der EVU-Sperre profitieren Hausbesitzer seit letztem Jahr von einem vergünstigten Strompreis für ihre Wärmepumpe. Dafür hat die Bundesnetzagentur zwei Modelle festgelegt, zwischen denen Wärmepumpenbesitzer wählen können:

  • Modul 1: Reduzierung des Strompreises durch einen Pauschalbetrag. Dieser fällt, je nach Netzanbieter, individuell aus und liegt zwischen 110 und 190 Euro brutto im Jahr.
  • Modul 2: Sieht eine prozentuale Senkung des Arbeitspreises um 60 Prozent vor. Voraussetzung dafür ist ein separater Zähler für die Wärmepumpe.

Hinweis: Bei Verwendung eines separaten Stromzählers für Ihre Wärmepumpe können Sie zusätzlich zu Modul 2 in einen vergünstigten Tarif speziell für Wärmestrom wechseln. Dieser kann bis zu 20 Prozent günstiger als regulärer Haushaltsstrom sein, rentiert sich jedoch meist erst langfristig.

Für einen Großteil der Hauseigentümer, die eine Wärmepumpe nachrüsten, erweist sich Modul 1 daher als die ökonomisch bessere Wahl. Denn der Kauf und die Installation eines separaten Wärmepumpen-Stromzählers sind mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden, die sich selbst durch einen günstigeren Stromtarif nur langfristig amortisieren würden.

Wieso benötigen Wärmepumpen Strom?

Unabhängig davon, ob eine Wärmepumpe die Umweltenergie aus dem Erdreich, der Umgebungsluft oder dem Grundwasser bezieht, funktioniert die Wärmegewinnung immer nach demselben und effizienten Prinzip: Im Inneren der Wärmepumpe zirkuliert ein flüssiges Kältemittel, das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Dieses Kältemittel entnimmt der Umgebung die Wärme und wird mittels eines Kompressors verdichtet. Für diesen Prozess benötigt die Wärmepumpe Strom. Das dann gasförmige Kältemittel wird in einem Kondensator wieder verflüssigt. Durch diesen Prozess entsteht Wärme, die an das Heizsystem abgegeben wird.

Wärmpumpenstrom: Darum gibt es die Pflicht zur EVU-Sperre

Früher mussten Wärmepumpenbesitzer ihren Netzbetreiber selbst für die Sperrzeit berechtigen, um von günstigeren Wärmepumpenstromtarifen zu profitieren. Mit der Einführung der verpflichtenden EVU-Sperrzeit können nun alle Wärmepumpenbesitzer automatisch und ohne zusätzlichen Aufwand die reduzierten Netzentgelte in Anspruch nehmen.

Die Grundversorgung ist übrigens auch während der Sperrzeit zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, sodass kein Hausbesitzer einen Ausfall seiner Wärmepumpe befürchten muss. Empfehlenswert ist dennoch die Nutzung eines Pufferspeichers, der die erzeugte Energie der Wärmepumpe zwischenspeichert und während der Sperrzeiten freisetzen kann. Moderne Anlagen werden mittlerweile bereits inkl. Pufferspeicher geliefert, da sich dieser in jedem Fall positiv auf die Effizienz der Wärmepumpe auswirkt.

Energieversorger darf Wärmepumpe nicht mehr verweigern

Ein weiterer Vorteil der EVU-Sperre ist, dass Energieversorger Verbrauchern den Kauf einer Wärmepumpe nicht mehr verweigern dürfen. Dies war vor Einführung der Sperrpflicht theoretisch möglich und wurde seitens der Versorger oft mit potenziellen lokalen Engpässen bzw. Netzüberlastungen begründet. Hausbesitzer, die auf eine Wärmepumpe umsteigen wollten, mussten schlimmstenfalls also wieder auf ein fossiles Heizsystem wechseln. Allerdings korrelierte dies mit den neuen Vorgaben des GEG (Gebäudeenergiegesetz). Denn das sog. „Heizungsgesetz“ sieht seit 2024 eine schrittweise Nutzung von mind. 65 Prozent erneuerbaren Energien beim Heizen vor.

Kaufinteressenten eine Wärmepumpe zu verweigern, würde diesem Gesetz daher widersprechen.

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Strompreis für Wärmepumpen: Direkte Einsparungen bei den Heizkosten

Wie bereits erwähnt, ist der Strompreis für Wärmepumpen in den letzten Jahren stetig gesunken und derzeit bei 29 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Februar 2025). Doch selbst bei steigenden Strompreisen bleibt das Heizen mit Wärmepumpe nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft. Im Folgenden erläutern wir die wichtigsten Argumente.

  • Geringere Heizkosten: In der Regel heizen Nutzer einer Wärmepumpe günstiger, auch wenn der Strompreis pro kWh über dem Öl- oder Gaspreis liegt. Denn Wärmepumpen produzieren aus einer Stromeinheit drei bis fünf Wärmeeinheiten, da sie für die Wärmeerzeugung lediglich rund 25 Prozent elektrische Energie, also kostenpflichtigen Strom benötigen. Die übrigen 75 Prozent stammen aus kostenfreier Umweltenergie. Dadurch erzielen Wärmepumpen einen Wirkungsgrad von 300 bis 500 Prozent und arbeiten somit deutlich effizienter als Gas- oder Ölheizungen, die einen Wirkungsgrad zwischen 80 und max. 95 Prozent erreichen.

    Der hohe Wirkungsgrad von Wärmepumpen gleicht die Differenz innerhalb der Energiepreise daher mehr als aus.

Heizen mit Wärmepumpenstrom oder Erdgas?

Heizen mit Wärmepumpenstrom oder Erdgas?

Was ist am Ende wirklich teurer – das Heizen mit Wärmepumpenstrom oder Erdgas? Wir nehmen es genau unter die Lupe und vergleichen Wärmepumpe und Gasheizung anhand der Anschaffungs- und Betriebskosten sowie der verfügbaren Heizungsförderungen.

Hinweis: Auch wenn die Preise aus dem Jahr 2024 stammen, bleibt dieses Video für den Vergleich weiterhin äußerst hilfreich.

  • Für Wärmepumpen fällt keine CO2-Steuer an: Da Wärmepumpen auf erneuerbaren Energien basieren, fällt für sie keine CO2-Steuer an. Dies führt bereits jetzt zu Einsparungen bei den Betriebskosten. Wer weiterhin mit Gas oder Öl heizt, wird in den nächsten Jahren immer tiefer in die Tasche greifen müssen, denn bis 2026 soll die CO2-Steuer bei 65 Euro pro Tonne liegen.

    Wie hoch der CO2-Preis ab 2027 ausfällt, lässt sich aktuell nicht genau prognostizieren. Denn ab dann sollen auch Privatverbraucher sog. CO2-Emissionszertifikate erwerben müssen, wenn sie weiterhin mit fossilen Brennstoffen heizen. Da die Verfügbarkeit der Zertifikate von vorne rein begrenzt werden soll, wird der Preis überproportional ansteigen, da immer weniger Zertifikate auf dem Markt vorhanden sein.

  • Wärmepumpen-Förderung: Auch 2025 sind bis zu 70 Prozent Förderung für den Umstieg auf eine Wärmepumpe möglich. Durch die hohen staatlichen Zuschüsse sind Wärmepumpen heute bereits ab 9.000 Euro inkl. Installation erhältlich und kosten damit nicht mehr als eine neue Die derzeitige Rekordförderung für Wärmepumpen begründet sich ebenfalls auf den neuen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes. In diesem Zuge wurde auch die staatliche Heizungsförderung angepasst, da Verbrauchern so der Wechsel auf erneuerbare Energien erleichtert werden soll.

    Hinweis: Einige Parteien kündigten bereits eine Überarbeitung des Heizungsgesetzes (GEG) nach den Neuwahlen 2025 an. Wie lange es die derzeitige Rekordförderung nach den Neuwahlen noch geben wird, ist daher ungewiss.
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  • Wärmepumpen sind sicherste Heizlösung für die Zukunft: Sie sind im Hinblick auf das neue GEG die sicherste Heizlösung der Zukunft. Denn auch als alleiniges Heizsystem erfüllen sie die 65-Prozent-Vorgabe erneuerbarer Energien problemlos. Im Hinblick auf die Klimawende sind Hausbesitzer mit einer Wärmepumpe für alle geplanten und künftigen Vorgaben der Regierung gewappnet.

    Da Wärmepumpen gemeinhin als das zukunftsfähige Heizsystem gelten, ist auch die Regierung bestrebt, den Strompreis auf einem stabilen und bezahlbaren Niveau zu halten und signalisierte dies bereits mit Abschaffung der EEG-Umlage im Sommer 2022. Dagegen werden die Preise für fossile Brennstoffe weiter steigen, wodurch vor allem der Anstieg der Preise zur angestrebten Marktregulierung beitragen soll. Gas- und Ölheizungen können so bereits in naher Zukunft zur Kostenfalle werden.

Strompreis einer Wärmepumpe vs. Betriebskosten einer Gasheizung

In folgender Grafik vergleichen wir einen durchschnittlichen Altbau (teilsaniert) mit einem jährlichen Wärmebedarf von 20.000 kWh.

Für unser Beispiel wählen wir eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 4 (400 Prozent) und Anschaffungskosten von 15.500 Euro (nach Abzug von 55 % Förderung). Wir nehmen bewusst nicht die Maximalförderung von 70 Prozent, da dies den Einkommensbonus voraussetzt. In den meisten Fällen gibt es eine Förderung von 55 Prozent (Basisförderung, Klimageschwindigkeits-Bonus und Effizienz-Bonus).

Die Investitionskosten der Gasheizung liegen bei 12.000 Euro. Ein Wirkungsgrad von 1 (100 Prozent) entspricht der Effizienz einer modernen Anlage, die Brennwerttechnik verwendet.

Hinweis: In der Praxis liegt der Wirkungsgrad von Gasheizungen selten über 90 Prozent. Für eine vereinfachte Berechnung haben wir ihn in unserer Beispielrechnung jedoch auf 1 aufgerundet.

Strompreis für Wärmepumpe
Betriebskosten im Vergleich. Berücksichtigt man die Effizienzvorteile der Wärmepumpe, spart sie pro Jahr 1.000 Euro ein.

Ergebnis:

Trotz der höheren Anschaffungs- und Stromkosten pro kWh amortisiert sich die Wärmepumpe bereits nach 3,5 Jahren, da sie 1.000 Euro weniger Heizkosten pro Jahr als die Gasheizung verbraucht.

Mit thermondo auf die Wärmepumpe umsteigen und Heizkosten sparen

Wenn auch Sie auf der Suche nach der passenden Alternative zu Ihrer alten Öl- oder Gasheizung sind, ist die Wärmepumpe die richtige Wahl. Damit können Sie nicht nur Heizkosten einsparen, sondern machen sich auch unabhängig gegenüber der stetig steigenden Preise für fossile Brennstoffe. Die Wärmepumpe gilt bereits jetzt als das Heizsystem der Zukunft. Eigenheimbesitzer profitieren bei ihrer Nutzung von der höchstmöglichen Förderung.

Wenn Sie mehr Informationen rund um unsere Wärmepumpe erhalten möchten, nutzen Sie im ersten Schritt einfach unseren Heizungsplaner. Wir setzen uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung und beraten Sie von Anfang an ausführlich und beantworten Ihnen alle offenen Fragen.

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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.