- Welchen Vorteil bietet eine Wärmepumpe?
- Vorteil Nr. 1: Wärmepumpen sind effizient
- Vorteil Nr. 2: Bis zu 45 % Heizkosten sparen
- Vorteil Nr. 3: Nutzung unerschöpflicher Energiequellen
- Vorteil Nr. 4: Hohe Unabhängigkeit vom Energiemarkt
- Vorteil Nr. 5: CO2-neutraler Heizbetrieb mit Ökostrom
- Fazit: Wärmepumpen erhalten die höchste Förderung
- FAQ zu Vorteilen der Wärmepumpe
- Mit thermondo auf die Wärmepumpe umsteigen und von Vorteilen profitieren
Welchen Vorteil bietet eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe bietet viele Vorteile:
- hohe Effizienz: Wärmepumpen sind rund viermal effizienter als eine moderne Gasheizung.
- geringere Betriebskosten: Beim Umstieg auf die Wärmepumpe mit intelligentem Energiemanager können Sie durchschnittlich 45 % Heizkosten einsparen. Das liegt u. a. an der effizienten Betriebsweise, aber auch daran, dass für Wärmepumpen keine CO₂-Steuer gezahlt werden muss.
- nachhaltige Energiequellen: Die Energie- bzw. Wärmequellen einer Wärmepumpe (Luft und Erde) sind, anders als bei fossilen Heizungen, unerschöpflich und immer verfügbar.
- mehr Unabhängigkeit: Mit einer Wärmepumpe steigern Sie Ihre Unabhängigkeit vom Energiemarkt, da nur rund ein Viertel kostenpflichtiger Strom benötigt wird. Der Großteil hingegen besteht aus kostenfreier Umweltenergie.
- klimaschonende Technologie: Beim Betrieb einer Wärmepumpe stößt lediglich der benötigte Strom CO₂ aus, das Heizen an sich ist emissionslos. Mit Solar- oder Ökostrom betreiben Sie Ihre Wärmepumpe CO₂-neutral.
Wärmepumpen-Vorteil Nr. 1: Darum sind Wärmepumpen so effizient
Wärmepumpen sind durchschnittlich viermal so effizient wie andere Heizsysteme. Konventionelle Gasheizungen z. B. haben gerade mal einen Wirkungsgrad von max. 100 %. Wärmepumpen hingegen haben einen Wirkungsgrad von durchschnittlich 400 %.
Der hohe Wirkungsgrad einer Wärmepumpe kommt daher, dass sie zum Großteil kostenlose Umweltenergie nutzt. Es gibt verschiedene Wärmepumpen-Arten, die in der Regel die Umgebungsluft, das Erdreich oder das Grundwasser als Wärmequelle nutzen. Für die Umwandlung in Wärmeenergie wird Strom benötigt. Dadurch, dass die Umweltenergie kostenlos ist, kann die Wärmepumpe mit 1 kWh Strom durchschnittlich 4 kWh Wärmeenergie bereitstellen.
Die Behauptung, Wärmepumpen lohnen sich nur in Neubauten mit Fußbodenheizung, hält sich hartnäckig, obwohl sie bereits widerlegt wurde. Studien zufolge erreichen Wärmepumpen in Altbauten mit herkömmlichen, etwas größer dimensionierten Heizkörpern gute Effizienzwerte. Im Vergleich zur Gasheizung lohnt sich der Umstieg im Altbau meistens auch ohne aufwendige Sanierungsarbeiten.
Kopernikus-Projekt Ariadne (2024), Analyse: Heizkosten und Treibhausgasemissionen in Bestandswohngebäuden – Aktualisierung auf Basis der GEG-Novelle 2024
Wärmepumpen-Vorteil Nr. 2: Wie können Sie bis zu 45 % Heizkosten sparen?
Mit einer Wärmepumpe sparen Sie Heizkosten, da das effiziente Heizsystem aus einer Kilowattstunde (kWh) Strom rund vier Kilowatt Wärme bereitstellen kann und somit einen Wirkungsgrad von 400 % erzielt.
Der durchschnittliche Strompreis liegt bei rund 36 ct/kWh*. Das entspricht ca. 9 Cent für eine Kilowattstunde Wärmeenergie.
Gasheizungen haben hingegen einen Wirkungsgrad von nur 90 %. Bei einem Gaspreis von 12 ct/kWh* Kilowattstunde sind das rund 13,3 Cent für jede Kilowattstunde Wärme.
Wenn Sie von einem Heizsystem wie einer Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigen oder Ihre Ölheizung auf die Wärmepumpe umrüsten, können Sie daher durchschnittlich 30 % Ihrer Heizkosten einsparen. Nutzen Sie einen intelligenten Energiemanager, der den Betrieb Ihrer Wärmepumpe optimiert, sind es sogar bis zu 45 %.
*Energiepreise Stand: April 2025
Aber auch langfristig sparen Sie mit dem Kauf einer Wärmepumpe. Heizen Sie z. B. mit einem fossilen Heizsystem, müssen Sie die jährlich steigende CO₂-Steuer zahlen. Diese Maßnahme soll die Verwendung von fossilen Brennstoffen verteuern und damit erneuerbare Alternativen attraktiver machen.
Da eine Wärmepumpe im laufenden Betrieb keine Emissionen ausstößt, zahlen Sie nicht nur keine CO₂-Steuer. Im Rahmen des § 14a EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) können Sie zusätzlich von weiteren Vergünstigungen wie einem reduzierten Netzentgelt profitieren.
Wärmepumpen-Vorteil Nr. 3: Warum ist die Nutzung unerschöpflicher Energiequellen wie Luft & Erde sinnvoll?
Die Nutzung von unerschöpflichen und regenerativen oder erneuerbaren Energiequellen wie Luft oder Erdreich ist besonders klima- und umweltfreundlich. Denn sie sind im Gegensatz zu fossilen Energieträgern entweder unerschöpflich oder erneuern sich verhältnismäßig schnell.
Luft-Wasser-Wärmepumpen und Erdwärmepumpen greifen zu 75 % auf diese unerschöpflichen Wärmequellen zurück. Für den Antrieb benötigt die Wärmepumpe zusätzlich einen kleinen Teil Strom. 2023 lag der Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix in Deutschland bereits bei über 50 % – Tendenz steigend.
Fossile Energien hingegen, wie Erdgas oder Erdöl, sind über Millionen von Jahren hinweg entstanden. Der Regenerationsprozess geht im Vergleich zu erneuerbaren Energien extrem langsam vonstatten und steht in keinem Verhältnis zur Abbaugeschwindigkeit. Deswegen stehen uns immer weniger fossile Brennstoffe für Heizungen zur Verfügung. Deren Verwendung wird mit der zwangsläufigen Verknappung der Ressourcen entsprechend immer teurer.
Wärmepumpen-Vorteil Nr. 4: Wie ist eine hohe Unabhängigkeit vom Energiemarkt möglich?
Durch die Verwendung von kostenloser Umweltenergie wie Luft oder Erde erhöhen Sie Ihre Unabhängigkeit vom Energiemarkt. Nutzen Sie zusätzlich Photovoltaik mit Batteriespeicher, um Ihre Wärmepumpe mit Strom zu versorgen, können Sie einen Autarkiegrad von bis zu 70 % erreichen.
Hausbesitzer, die ihre Heizung weiterhin mit Gas oder Öl betreiben, sind immer stärkeren Preisschwankungen ausgesetzt. Die steigenden Preise kommen aber nicht nur von der immer teurer werdenden CO₂‑Steuer. Zusätzlich können auch politisches Geschehen oder wirtschaftliche Änderungen die Preise stark beeinflussen.
Mit einer Wärmepumpe benötigen Sie lediglich einen kleinen Teil Strom. Dieser ist zwar auch leichten Schwankungen unterlegen, diese wirken sich jedoch dank des hohen Wirkungsgrades der Wärmepumpe nicht so stark auf die Betriebskosten aus wie bei einer Gasheizung.
Lassen Sie Ihre Wärmepumpe von einem Home Energy Management System (HEMS) steuern und nutzen Sie zusätzlich einen dynamischen Stromtarif, können Sie von den Schwankungen sogar profitieren. Denn der Energiemanager steuert den Betrieb Ihrer Wärmepumpe so, dass der Eigenverbrauch des PV-Stroms möglichst hoch ist, und Sie Strom aus dem Netz beziehen, wenn der Börsenpreis niedrig ist.
Wärmepumpen-Vorteil Nr. 5: Ist ein CO₂-neutraler Heizbetrieb mit Ökostrom möglich?
Nutzen Sie Ökostrom oder Strom aus einer Photovoltaikanlage, heizen Sie mit Ihrer Wärmepumpe CO₂-neutral. Denn lediglich der Strom, der für den Antrieb benötigt wird, verursacht bei der Produktion CO₂-Emissionen. Die Wärmepumpe selbst heizt im laufenden Betrieb vollkommen emissionslos.
Verwenden Sie herkömmlichen Haushaltsstrom, der teilweise aus fossiler Energie stammt, stoßen Wärmepumpen im Vergleich zu Fernwärme oder fossilen Heizsystemen immer noch deutlich weniger CO₂-Emissionen aus.
Zum Vergleich: Laut dem Heizspiegel aus 2023 stößt eine Wärmepumpe mit herkömmlichem Haushaltsstrom nur 1,3 Tonnen CO₂ im Jahr aus. Der Betrieb einer Gasheizung produziert hingegen durchschnittlich 2,2 Tonnen CO₂-Emissionen im Jahr, eine Ölheizung sogar 3,1 Tonnen und Fernwärme rund 2,1 Tonnen.
Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass bereits mit einer geringen Jahresarbeitszahl – einer Kennzahl, die die Effizienz von Wärmepumpen beschreibt – der Betrieb einer Wärmepumpe mit herkömmlichem Haushaltsstrom vorteilhafter ist als eine Gasheizung.
Um die CO₂-Emissionen, die der Strom verursacht, auszugleichen, benötigt die Wärmepumpe lediglich eine Jahresarbeitszahl von 2,0. In der Realität sind die Jahresarbeitszahlen für Wärmepumpen jedoch deutlich höher und liegen je nach Energiequelle in der Regel zwischen 3 und 5.
Fazit: Wärmepumpen haben viele Vorteile und erhalten die höchste Heizungsförderung
Für die meisten Verbraucher wiegt die Kostenersparnis am schwersten. Bis zu 30 % sind z. B. beim Umstieg von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe möglich. Kombinieren Sie die Wärmepumpe mit einem Energiemanager, können Sie sogar bis zu 45 % Heizkosten sparen.
Zudem heizen Wärmepumpen entgegen vieler hartnäckiger Behauptungen auch in Altbauten ohne aufwendige Sanierungsmaßnahmen effizient. Zusätzlich heizt eine Wärmepumpe im laufenden Betrieb emissionslos, weshalb Sie keine CO2-Steuer zahlen müssen.
Da eine Wärmepumpe viele Vorteile hat, können Sie für die Anschaffung eine hohe staatliche Heizungsförderung erhalten. Neben der Basisförderung von 30 %, dem Klimageschwindigkeits-Bonus und dem Einkommens-Bonus ist ein weiterer sogenannter Effizienz-Bonus in Höhe von 5 % möglich. Diesen erhalten nur Wärmepumpen, die mit Erde oder Grundwasser betrieben werden oder ein natürliches Kältemittel wie z. B. Propan verwenden.
Insgesamt sind bis zu 70 % Förderung möglich, um die Kosten der Anschaffung zu reduzieren. Damit sind Wärmepumpen schon ab 9.000 € erhältlich.
FAQ zu Vorteilen der Wärmepumpe
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Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.