Das Wichtigste zum Thema Smart Meter in Kürze:

  • Smart Meter sind intelligente Messsysteme, die aus einem digitalen Stromzähler und einem Kommunikationsmodul bestehen.
  • Seit 2025 hat jeder Haushalt ein Recht auf ein Smart Meter und kann dies beim zuständigen Messstellenbetreiber beantragen.
  • Für bestimmte Haushalte, z. B. mit einer Wärmepumpe oder PV-Anlage, besteht eine Smart Meter Pflicht.
  • Ein Smart Meter kostet jährlich zwischen 30 und 140 Euro.
  • Der Einbau ist für Pflicht-Haushalte gratis, die Installation auf Wunsch ist kostenpflichtig.

Was ist ein Smart Meter?

Ein Smart Meter ist ein intelligentes Messsystem (iMSys), das aus einem digitalen Stromzähler („moderne Messeinrichtung“ – mME) und einem Kommunikationsmodul („Smart Meter Gateway“ – SMGW) besteht. Diese Geräte speichern nicht nur den Stromverbrauch, sondern können diesen auch digital an den Messstellenbetreiber übertragen.

Was ist ein Smart Meter?

Gut zu wissen: Eine moderne Messeinrichtung kann auch zu einem Smart Meter nachgerüstet werden. Ist bereits ein digitaler Stromzähler vorhanden, kann dieser durch ein Smart Meter Gateway ergänzt werden.

Wie funktioniert ein Smart Meter?

Ein Smart Meter kommuniziert über das Smart Meter Gateway mit Elektrogeräten, Erzeugungsanlagen sowie dem Stromnetz und macht Verbraucher damit zum aktiven Teil der Energiewende. Die intelligenten Messsysteme können nämlich nicht nur den Stromverbrauch im Haushalt messen, sondern auch die Produktion von Photovoltaikanlagen erfassen. Wird genügend Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz eingespeist, um den Bedarf zu decken, können z. B. fossile Kraftwerke abgeschaltet werden. Dadurch wird nicht nur der Strom aus erneuerbaren Energien optimal genutzt, sondern auch eine drohende Überlastung des Stromnetzes frühzeitig erkannt und vermieden.

Zusätzlich registriert das Smart Meter den Stromverbrauch alle 15 Minuten. Die viertelstündlichen Lastgänge werden mit dem Kommunikationsmodul an den Stromlieferanten oder den Netzbetreiber übermittelt. Auch Verbraucher können die Daten abrufen und eine detaillierte Übersicht über Ihren Stromverbrauch z. B. über eine App erhalten.

So wird Datenschutz beim Smart Meter sichergestellt

Bei Datenübertragungen sorgen sich viele Verbraucher um die Sicherheit ihrer Daten. Daher dürfen in Deutschland nur Smart Meter eingesetzt werden, die vom Bundesministerium für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) geprüft und zum Einbau freigegeben wurden. Das Kommunikationsmodul – Smart Meter Gateway – verfügt über ein integriertes Sicherheitsmodul, das hohe Sicherheitsstandards erfüllt, die mit denen beim Online-Banking vergleichbar sind.

Smart Meter Pflicht: Welche Haushalte sind betroffen?

Bereits seit 2020 werden in Deutschland analoge Zähler schrittweise durch moderne Messeinrichtungen ersetzt. Diese digitalen Stromzähler ermöglichen eine genauere Erfassung und Auswertung des Stromverbrauchs. Um den flächendeckenden Smart-Meter-Rollout zu beschleunigen, hat die Bundesregierung den rechtlichen Rahmen 2023 noch einmal überarbeitet, vereinfacht und entbürokratisiert. Das Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2032 alle Haushalte in Deutschland zumindest mit einem digitalen Stromzähler ausgestattet sind, sodass eine moderne und zukunftsfähige Energieinfrastruktur flächendeckend etabliert wird.

Seit 2025 haben private Haushalte zudem das Recht, den Einbau eines Smart Meters vom Messstellenbetreiber zu verlangen, wenn Sie z. B. einen dynamischen Stromtarif nutzen wollen. Für bestimmte Haushalte hingegen ist der Einbau eines intelligenten Messsystems, also ein digitaler Stromzähler inkl. Smart Meter Gateway, gem. dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) zur Pflicht geworden.

Verpflichtender Installation gem. § 29 MsbG:

  • Haushalte mit einem hohen Stromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr
  • Haushalte mit Strom erzeugenden Anlagen (z. B. Photovoltaik) mit einer Nennleistung von mehr als 7 Kilowatt (kW), die Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen
  • Haushalte mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung gem. § 14a EnWG, z. B. einer Wärmepumpe oder einer Wallbox (Ladestation für ein E-Auto)

Kann ich ein Smart Meter verweigern?

Gehören Sie zu einer der oben genannten Gruppen und betreiben eine Photovoltaikanlage oder eine steuerbare Verbrauchseinrichtung, dürfen Sie die Installation eines Smart Meters nicht ablehnen. Auch wenn Ihr Stromverbrauch 6.000 Kilowattstunden im Jahr übersteigt, können Sie einen Einbau nicht verweigern. Alle anderen Haushalte sollen mindestens mit einer modernen Messeinrichtung (digitaler Stromzähler) ausgestattet werden – die Kombination mit einem Smart Meter Gateway ist nicht verpflichtend.

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Smart Meter: Kosten für das intelligente Messsystem

Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) legt Obergrenzen für die jährlichen Kosten fest. Diese richten sich nach den Gegebenheiten des Haushalts. Liegt Ihr Stromverbrauch bei weniger als 6.000 kWh im Jahr und Sie betreiben keine steuerbare Verbrauchseinrichtung oder eine Anlage zur Stromerzeugung, zahlen Sie in der Regel 30 Euro. Bei einem höheren Stromverbrauch oder der Verwendung solcher Anlagen kommen Kosten von mindestens 50 Euro auf Sie zu.

Ist die Nutzung eines Smart Meters für Ihren Haushalt verpflichtend, wird Ihnen das intelligente Messsystem kostenlos vom Messstellenbetreiber installiert. Beantragen Sie ein Smart Meter auf eigenen Wunsch, müssen Sie mit rund 100 Euro für die Installation rechnen. In einigen Fällen können jedoch auch höhere Preise verlangt werden.

Für Haushalte mit PV-Anlagen oder steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ist zusätzlich eine sogenannte Steuerbox notwendig. Diese kostet Sie zusätzlich zum Smart Meter weitere 50 Euro pro Jahr.

Smart Meter Kosten in der Übersicht

Die jährlichen Preisobergrenzen für ein Smart Meter richten sich nach verschiedenen Bedingungen im Haushalt:

  • Kosten nach Stromverbrauch
Jahresverbrauch Jährliche Preisobergrenze
bis 6.000 kWh 30 €
bis 10.000 kWh 40 €
bis 20.000 kWh 50 €
  • Haushalte mit steuerbarer Verbrauchseinrichtung
Steuerbare Verbrauchseinrichtung gem. § 14 EnWG Jährliche Preisobergrenze
z. B. Wärmepumpe oder Wallbox 50 €
  • Kosten nach Stromerzeugung
Leistung PV-Anlage Jährliche Preisobergrenze
bis 15 kWp 50 €
bis 25 kWp 110 €
bis 100 kWp 140 €
  • zusätzliche Kosten
Einrichtung Jährliche Preisobergrenze
Steuerbox 50 €

Smart Meter Installation: Freie Wahl beim Messstellenbetreiber

Verantwortlich für die Installation eines Smart Meters ist zunächst einmal der grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB). Das ist in der Regel Ihr lokaler Netzbetreiber. Auf dem freien Markt gibt es jedoch auch sogenannte wettbewerbliche Messstellenbetreiber (wMSB), die mit der Installation des Smart Meters vom Verbraucher beauftragt werden können. Während der grundzuständige Messstellenbetreiber meist ortsgebunden agiert, handelt es sich bei einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber um ein bundesweit agierendes Unternehmen.

Möchten Sie vorzeitig auf ein Smart Meter umsteigen, kann sich die Wahl eines wMSB lohnen. Denn ein wettbewerblicher Messstellenbetreiber kann ein Smart Meter häufig schneller liefern und einbauen, als der grundzuständige Messstellenbetreiber.

Fazit: Ist ein Smart Meter sinnvoll?

Smart Meter sind die Grundvoraussetzung, um Stromverbrauch und Stromerzeugung aufeinander abzustimmen und somit die Stromnetze zu stabilisieren. Auch Verbraucher profitieren von einer transparenten Verbrauchsübersicht sowie einer genaueren und bequemeren Abrechnung durch eine automatische Übermittlung des Zählerstands.

Zudem lässt sich ein Smart Meter mit einem Home Energy Management System (HEMS) kombinieren. Durch die Erfassung des Stromverbrauchs in Echtzeit mit dem Smart Meter und die intelligente Koordination mit einem Energiemanager bietet sich ein großes Einsparpotenzial. Nutzen Sie zusätzlich einen dynamischen Stromtarif, für den das Smart Meter eine Voraussetzung ist, können Sie das Einsparpotenzial noch einmal enorm steigern.

Besonders lohnenswert: Je mehr Geräte Sie in Ihrem Haushalt betreiben, deren Strombezug Sie in die günstigen Stunden des Tages legen können, desto mehr Energiekosten können Sie sparen. Das gilt nicht nur für kleine Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Trockner, sondern lohnt sich vor allem bei großen elektrischen Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Wallboxen.

Gut zu wissen: Ohne Home Energy Management System wird das Steuersignal des Netzbetreibers zur Drosselung vollumfänglich an die einzelnen Geräte weitergegeben. Durch die Kombination aus Steuerbox mit einem intelligenten Energiemanager wie z. B. thermondo smart kann das Steuersignal des Netzbetreibers "smart" umgesetzt und auf die Geräte verteilt werden.

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Luisa, Expertin für Photovoltaik Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.